Fritz Steisslinger und Brasilien Der 1891 in Göppingen geborene Maler Fritz Steisslinger war langjähriges Mitglied der Stuttgarter Sezession. Nach Ausbildung und Studium unternahm er zahlreiche Reisen; 1919 heiratete er die in Brasilien geborene Elisabeth Haasis. Das Paar ließ sich 1922 im von Steisslinger selbst entworfenen Atelierhaus in Böblingen bei Stuttgart nieder. 1934 reist Fritz Steisslinger erstmals nach Brasilien. Bis zu seinem Tod im Jahre 1957 besucht der Künstler das Land mindestens fünfmal und bringt jedes Mal eine reiche malerische Ernte mit. Schon bei seiner ersten Reise, die ihn entlang der Südküste von Porto Alegre bis nach Rio de Janeiro führt, hält er in zahllosen Aquarellen und Skizzen unterschiedliche Aspekte des südamerikanischen Landes fest. Fritz Steisslinger malt Landschaften, Stadtansichten und Straßenszenen, portraitiert die Menschen.
Die dem Schaffen des Südamerikaforschers Theodor Koch-Grünberg (1872-1924) gewidmete Abteilung mit der ständigen Amazonas-Regenwald-Ausstellung im Museum im Spital bildet den idealen Anknüpfungspunkt, um eine Auswahl dieser Bilder dort in einer Sonderausstellung zu zeigen.
Begleitprogramm: Öffentliche Führung am Sonntag, 11.März um 15 Uhr Weitere Termine auf Anfrage
Lesung aus den Reisebriefen Fritz Steisslingers mit Musik von Schallplatten und Finissage am Dienstag, 1. Mai um 15 Uhr
19. April 2012: QUARTCHÊTO aus dem brasilianischen Süden in Stuttgart
QUARTCHÊTO aus Porto Alegre Special Guest: Hans Fickelscher
Wann: 19. April 2012, 20 Uhr Wo: Kulturzentrum Merlin, Augustenstr. 72, 70178 Stuttgart In Kooperation mit der Deutsch-Brasilianischen Gesellschaft e.V., Distrikt Baden-Württemberg
Weitere Informationen: www.merlinstuttgart.de/Quartcheto.html Mitglieder der DBG erhalten einen Sonderpreis gewährt: 8 Euro; bitte telefonisch reservieren: 0711 618549
Das ein Jahrzehnt alte Quartett Quartchêto aus dem Süden Brasiliens, wo man sich der Gaúcho-Kultur verpflichtet fühlt, wurde schon mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Ausgehend von der Musik in der Grenzregion Brasilien, Argentinien und Uruguay, entwickeln die vier jungen Instrumentalisten ihren eigenen Stil, der auch europäische Hörer mitreißt. Julio Rizzo (Posaune), Luciano Maia (Akkordeon), Hílton Vaccari (Gitarre) und Ricardo Arenhaldt (Perkussion) formierten sich 2001 in Porto Alegre, der Hauptstadt Rio Grande do Suls, des südlichsten Bundesstaates in Brasilien zu Quartchêto. „tchê“ [tsche:] ist ein Ausdruck, der nur dort in dieser Grenzregion verwendet wird und so viel bedeutet wie „mein Junge“, „Freund“ in der Ansprache. Eingefügt in die Wortsilben Quar- und –to erzielt man eine Wortkreation, die sich gesprochen gar nicht, aber schriftlich sehr wohl vom Quarteto, also dem Quartett, abhebt und als Gaúcho-Schöpfung erkennbar wird.
Beide CDs von Quartchêto wurden in Brasilien prämiert: 2006 und 2010. Die Band war im Rahmen des Projektes „Circular Brasil“ an vielen Orten Brasiliens auf Tournee, der weitere Konzerte in brasilianischen Großstädten folgte.
Am 21. April tritt QUARTCHÊTO in Ulm auf. Nähere Informationen unter www.kunstwerk-ulm.de
Quartchêto ist im April/Mai auf Deutschlandtournee.
Mit: Cantares (München) - Vozes do Brasil (Köln) - Encanto (Stuttgart) - Brasil Ensemble & Cantadoras (Berlin)
KONZERTINFORMATIONEN
Wann: Samstag, 21. April 2012, 19.30 Uhr Wo: Samariterkirche Friedrichshain, Samariterplatz, 10247 Berlin Verkehrsverbindungen: U Samariterstraße, Tram 21, S Frankfurter Allee/Storkower Straße Abendkasse (kein Vorverkauf): 6 Euro / 4 Euro ermäßigt
In Deutschland gibt es eine kleine Anzahl brasilianischer Chöre, von denen der älteste schon vor über 17 Jahren gegründet wurde! Das war in München. In Köln formierte sich 2003 der Chor 'Vozes do Brasil', und inzwischen singt man auch in Stuttgart brasilianisch, in Berlin und in Bremen. Zu den Repertoires dieser Chöre gehören vor allem Melodien der sogenannten „Música Popular Brasileira“, der brasilianischen Popularmusik, die sich seit den 60er/70er Jahren entwickelt und ein Oberbegriff für eine Musikrichtung ist, die traditionellere Rhythmen, wie die Samba oder die afrobrasilianische Musik, genauso berücksichtigt wie auch moderne Elemente aus dem Jazz.
Chormusik aus Brasilien ist hierzulande noch weitgehend unbekannt, obwohl sich die brasilianische Musik im allgemeinen großer Beliebtheit erfreut. Sie ist lebendig und trotz oft komplizierter Arrangements eingängig und mitreißend. Am 21. April hat man nun in Berlin die seltene Gelegenheit, ein gesamtes Konzert mit den in Deutschland aktiven Chören zu erleben, die ausschließlich brasilianische Musik singen. Sie kommen aus Köln, München, Stuttgart und Berlin und gestalten nun schon zum dritten Mal ein gemeinsames Konzert (2008 in Marburg, 2010 in Stuttgart). Das Konzert endet mit einem gemeinsamen Beitrag, bei dem dann alle hundert Sängerinnen und Sänger im Altarraum stehen!
Das I. Treffen brasilianischer Chöre geht auf die Initiative von Jean Kleeb zurück, dem Leiter des Kölner Chores. Die Berliner sind dieses Jahr zum ersten Mal dabei, und Gäste aus dem Bremer Chor werden ebenfalls erwartet.
3.000 Sambistas aus zehn Nationen verwandeln die Herzogstadt Coburg zum 21. Mal in das „fränkische Rio“. Samba-Spezialitäten für jeden Geschmack, temperamentvolle Tänzerinnen in farbenprächtigen Kostümen, phantasievolle Shows, brasilianischer Straßen-Samba und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm locken die Besuchermassen vom 13.-15. Juli 2012 nach Coburg. 100 Gruppen mit ihren Musikern, Trommlern und Tänzerinnen bringen das Temperament der Coburger und ihrer Gäste zum Kochen. Neben über 100 Sambagruppen aus aller Welt, die auf 10 Bühnen in der Coburger Innenstadt spielen, werden auch 2012 wieder Profigruppen und Stars aus dem Showbizz erwartet. Am Freitag- und Samstagabend findet eine große Samba-Show statt, der Eintritt hierfür ist in dem Wochenend-Ticketpreis enthalten.
Verstärkung: Chor Encanto der DBG Baden-Württemberg angeschlossen
Seit kurzem zählt die Sektion Baden-Württemberg eine ganze Reihe neuer Mitglieder: die Coralistas des brasilianischen Chores Encanto haben sich der Deutsch-Brasilianischen Gesellschaft e.V. angegliedert. Sektionssprecher Johannes Kärcher freut sich über diese Entwicklung, denn als Gründungsmitglied ist er schon lange eine tat- und stimmkräftige Unterstützung des Ensembles. Durch seine Person hat Encanto von Anfang an eine enge Bindung zur DBG, die durch den Beitritt nun formalisiert wurde.
Die Vorteile liegen auf der Hand. Die Auftritte finden unter den beiden Namen statt bzw. unter einem, der beide in sich vereint:
Encanto – der brasilianische Chor in Stuttgart / Eine Inititative der Deutsch-Brasilianischen Gesellschaft Sektion Baden-Württemberg. Die Werbewirksamkeit für einen Verein ist damit ungleich höher als vorher. Im Gegenzug dazu profitiert der Chor von einer Vereinsstruktur und dem traditionell guten Ruf der Deutsch-Brasilianischen Gesellschaft. Zudem zählt die DBG mit der Aufnahme von Encanto auf einen Schlag etwa 25 neue „stimm- und abstimmungsgewaltige“ Mitglieder.
Encanto, der brasilianische Chor in Stuttgart, besteht seit 2006 und wurde von seiner Leiterin, Cristina Marques-Fuhrmann, gegründet. Encanto zählt inzwischen rund 25 Sängerinnen und Sänger, die zum größten Teil brasilianischer Herkunft sind. Traditionelle Klänge wie auch moderne Melodien der „Música Popular Brasileira“ (MPB) gehören zum mehrstimmigen Repertoire des Chores, der die klassische Stimmverteilung Sopran, Alt, Tenor und Bass pflegt. Von Anfang an arbeitet Encanto an seiner stimmlichen Kraft und Ausdrucksstärke, die zusammen mit professioneller musikalischer Technik für sein hohes musikalisches Niveau sorgen. Die bewegenden Rhythmen der Musik übertragen sich leicht auf das Publikum und schaffen musikalische Brücken zwischen Bühne und Parkett.
Muié Rendeira (Brasilianische Folklore, Arr.: Carlos Alberto P. Da Fonseca)
Minha Canção (Henriquez / Chico Buarque)
Roda Viva (Chico Buarque) und viele andere
Cristina Marques Fuhrmann - die Chorleiterin Gegründet wurde Encanto von seiner Leiterin, der aus Brasilien stammenden und an der dortigen Universität von São Paulo ausgebildeten Musikerin. Mit acht Jahren hatte sie bereits Klavierunterricht und trat 14-jährig in den Chor des Carlos-Gomes-Konservatoriums von Campinas, Brasilien, ein. Bei ihrem anschließenden Universitätsstudium belegte sie Klavier bei Gilberto Tinetti und Luis Carlos Martins, Gesang bei Marcel Klass (Deutschland) und Martha Herr (USA) sowie Violoncello bei Zygmund Kuballa. Die Sängerin, Pianistin, Cellistin und Dirigentin ist auch auf der Gitarre firm, die sie häufig zur musikalischen Begleitung des Chores Encanto einsetzt.
Proben Encanto probt jeden Montag von 20 bis 22.00 Uhr im Zentrum von Stuttgart. Die Maestrina Cristina Marques-Fuhrmann leitet die Probe vom Aufwärmen der Stimme über das Einstudieren jedes Stückes bis hin zur stimmlichen, artikulatorischen und musikalischen Ausarbeitung. Intensive Workshops am Wochenende oder mit Gastmusikern aus Brasilien ergänzen den wöchentlichen Probenrhythmus. Portugiesischsprachige Sängerinnen und Sänger sind eingeladen, eine „Schnupperprobe“ mitzumachen, wobei Tenöre und Bässe besonders willkommen sind.
Hier können Sie sich den Folder "Encanto" im DIN-A4-Format als PDF herunterladen.